Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.10.2016

22:27 Uhr

Preisbindung für Arzneimittel

Ende eines Privilegs

VonPeter Thelen

PremiumDer Europäische Gerichtshof hat die Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gekippt. Den Apotheken droht nun härtere Konkurrenz. Patienten hoffen auf fallende Preise. Und die Union denkt schon über ein Verbot nach.

Das Urteil gilt zunächst nur für Versandapotheken mit Sitz im Ausland wie Doc Morris, das in Luxemburg auf der Anklagebank saß. dpa

Arzneimittel

Das Urteil gilt zunächst nur für Versandapotheken mit Sitz im Ausland wie Doc Morris, das in Luxemburg auf der Anklagebank saß.

BerlinBislang funktioniert der Wettbewerb unter den 20 000 Präsenzapotheken vor allem über eine Stellschraube, und die heißt Lage, Lage Lage,“ versucht es der Vorsitzende des Bundesverbands der Versandapotheken, Christian Buse, auf den Punkt zu bringen. „Wer genug Geld hat, eine Apotheke in bester Lage zu betreiben, macht das bessere Geschäft.“ Und zwar über die Menge der verkauften rezeptpflichtigen Medikamente. Denn die Preise dieser RX-Präparate sind überall gleich, weil die Handelsspannen vom Gesetzgeber vorgegeben wurden, die Marge ist also quasi staatlich garantiert. Rabatte darf der Apotheker seinen Kunden daher nur auf nicht rezeptpflichtige Medikamente gewähren. Die sind aber in der Regel...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×