Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.07.2017

15:38 Uhr

Raketentest in Nordkorea

Kim Jong Un testet Donald Trump

VonMartin Kölling

PremiumNordkorea hat nach eigenen Angaben erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. Der Test sei der „letzte Schritt“ beim Bau eines „mächtigen Atomstaats, der überall auf der Welt angreifen kann“. Wie reagiert Trump?

Das Standbild eines Videos, welches vom nordkoreanischen Fernsehsender KRT zur Verfügung gestellt wurde, zeigt den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un (M), der sich den Test einer angeblichen Interkontinentalrakete anschaut. dpa

Nordkorea

Das Standbild eines Videos, welches vom nordkoreanischen Fernsehsender KRT zur Verfügung gestellt wurde, zeigt den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un (M), der sich den Test einer angeblichen Interkontinentalrakete anschaut.

TokioNordkorea hat zum Unabhängigkeitstag seines Erzfeindes USA am 4. Juli ein ganz besonderes Feuerwerk abgebrannt. Das Regime des jungen Führers Kim Jong Un testete nach eigenen Angaben eine Langstreckenrakete, die die USA erreichen könne. Zwar herrscht unter Experten noch Streit über die wirkliche Reichweite der Rakete. Klar ist jedoch schon jetzt, dass Nordkorea seine eigenen Rekorde unerwartet rasch gebrochen hat. 

So wurde die Rakete vom Typ Hwasong-14 wie schon ein Vorgänger im Mai auf einer sehr steilen und hohen Flugbahn geschossen, um nicht über Japan hinwegzufliegen. Laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA lag der Scheitelpunkt der Flugbahn 2.802 Kilometer hoch....

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Edelgard Kah

04.07.2017, 15:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Kölling,

aus meiner Sicht ist völlig klar, dass sich der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA weder mit Verhandlungen noch mit Sanktionen zu einem Ende bringen läßt. Kim strebt einen mit Langstreckenraketen und Atomsprengköpfen hochgerüsteten Staat an und läßt sich von diesem Vorhaben nicht abbringen.

Ein Erreichen dieses Zieles bedeutet zunächst einmal eine Bedrohung für viele asiatische Länder. Für die USA erst dann, wenn ballistische Atomraketen auch ihr Land erreichen können.

Ob der amerikanische Präsident dann mit einem atomaren Erstschlag reagiert, kann niemand wissen. Aber wir kennen zwei geschichtliche Beispiele. Wir wissen, dass gegen Ende des 2. Weltkrieges Hary S. Truman Atombombenabwürfe über zwei japanischen Städten befahl weil eine amerikanische Landung auf der japanischen Hauptinsel Millionen Opfer unter den US-Soldaten gefordert hätte. Und wir erinnern uns auch an die Kuba-Krise, in der John F. Kennedy drohte, nötigenfalls Atomwaffen einzusetzen, um die Stationierung sowjetischer SS-4 und SS-5 Mittelstreckenraketen auf Kuba zu verhindern.

Vielleicht haben diese geschichtlichen Beispiele deutlich gemacht, dass die bloße Erprobung einer Rakete noch kein Kriegsgrund ist. Truman und Kennedy sahen sich in der Situation, dass das Leben von Millionen Landsleuten bedroht war.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×