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18.05.2017

06:12 Uhr

Schicksalswahl in Iran

Öffnung oder Abschottung

VonMathias Brüggmann

PremiumDer erzkonservative Ebrahim Raeissi und der amtierende Staatspräsident Ruhani liefern sich ein enges Rennen. Letztlich geht es um die Frage, ob Iran wieder ein Gottesstaat wird oder das Land den Reformkurs fortsetzt.

Präsidentschaftswahl im Iran

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Präsidentschaftswahl im Iran: Rückschritt oder Fortschritt? So wählen die Iraner

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Teheran/DohaDie Zuhörer in Orumiyeh, einer verschlafenen Provinzstadt im Nordwesten Irans, sind plötzlich hellwach. „Hat er das wirklich gesagt?“, fragt einer. „Kann das sein?“ Auf der Bühne steht Hassan Ruhani, seit vier Jahren Präsident Irans. Und soeben hat er ein Tabu gebrochen. „Die Zeit derer, die anderen die Zunge herausgeschnitten haben, ist vorbei“, sagte der 68-Jährige mit dem weißen Turban eines islamischen Geistlichen.

Der Reformer Ruhani, eigentlich ein Gemäßigter, hat es gewagt, eine rote Linie zu überschreiten. Denn wem seine drastischen Worte galten, war allen klar: Ebrahim Raeissi, erzkonservativer Kleriker, Hüter des Heiligen Schreins der Schiiten in Maschad und Chef...

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