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04.05.2017

17:32 Uhr

Schweizer Steuerspionage in NRW

Lückenlose Klärung nötig

VonOzan Demircan

PremiumDer Schweizer Geheimdienst soll einen Spitzel in NRW eingeschleust haben. Die Reaktion darauf wirkt schon fast wie eine Kriegserklärung. Dabei ist eine lückenlose Aufklärung wichtiger. Ein Kommentar.

Nordrhein-Westfalen hatte die meisten Daten über Steuersünder gekauft. Womöglich hat der Schweizer Geheimdienst deshalb die Finanzbehörde ausspionieren lassen. dpa

Steuerspionage

Nordrhein-Westfalen hatte die meisten Daten über Steuersünder gekauft. Womöglich hat der Schweizer Geheimdienst deshalb die Finanzbehörde ausspionieren lassen.

Erinnern Sie sich daran, was Peer Steinbrück im Herbst 2008 gesagt hat? Der damalige SPD-Finanzminister äußerte sich zu einem Streit mehrerer Staaten mit der Schweiz, die ihr Bankgeheimnis aufgeben sollte, um deutschen Steuerhinterziehern das Leben schwer zu machen. Steinbrück erklärte damals, man müsse die Schweizer zur Not „mit der Peitsche“ zur Räson bringen. Später drohte er indirekt damit, eine „Kavallerie“ in das Land einmarschieren zu lassen. Ein Berner Minister kündigte daraufhin an, seinen deutschen Dienstwagen abzugeben.

Neun Jahre später ist der alte Streit ums Steuergeld wieder aufgeflammt, und es scheint, als hätten beide Seiten nichts gelernt. Vergangene Woche wurde...

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