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15.03.2016

17:35 Uhr

Syrien-Strategie

Wladimir Putins doppeltes Spiel

VonMathias Brüggmann

PremiumDer Kreml-Chef zieht seine Truppen aus Syrien zurück, die Mission sei „weitgehend erfüllt“. Der Westen sollte dies jedoch nicht voreilig belohnen. Die Sanktionen haben eine wichtige disziplinarische Funktion. Eine Analyse.

Weder ein bröckelndes Reich noch ein vor Kraft strotzender Nachbar sind in unserem Interesse. AP

Kremlherr Putin

Weder ein bröckelndes Reich noch ein vor Kraft strotzender Nachbar sind in unserem Interesse.

Ob Wladimir Putin eines Tages in die Geschichte eingehen wird wie der von ihm gehasste George W. Bush, wird die Zeit zeigen. Eine interessante Parallele gibt es jedenfalls: Wie der damalige US-Präsident im Golf-Krieg gegen den Irak seine Mission frühzeitig als erfüllt bezeichnet hatte – 2003 kraftstrotzend auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln mit dem Transparent „Mission accomplished“ –, so hat der Kremlherr nun seine Syrien-Mission als „weitgehend erfüllt“ erklärt. Bei Bush, man weiß es, kam das Siegesgeheul zu früh, Irak stürzte in einen brutalen Bürgerkrieg, der bis heute Bombenopfer und Tote durch Selbstmordanschläge fordert. Putin, man ahnt es schon,...

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