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11.08.2016

06:24 Uhr

TTIP-Verhandlungen

Merkel verbreitet falsche Hoffnungen

VonSven Afhüppe

PremiumEs muss ein kleines Wunder passieren, um die TTIP-Verhandlungen in der Obama-Amtszeit zu einem Abschluss zu bringen. Ein Scheitern der Gespräche wäre für die Wirtschaft eine denkbar schlechte Nachricht. Eine Analyse.

Kein Industrieland profitiert von offenen Märkten so sehr wie die Exportrepublik Deutschland. Reuters

Pro-TTIP-Plakat auf der Hannover Messe

Kein Industrieland profitiert von offenen Märkten so sehr wie die Exportrepublik Deutschland.

Angela Merkel hat sich in den gut zehn Jahren ihrer Kanzlerschaft nicht zu Unrecht einen Ruf als Problemlöserin erworben. Sie hat die Folgen der Weltfinanzkrise so gut wie möglich minimiert, Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt und das Auseinanderbrechen der Euro-Zone verhindert. Doch diese Fähigkeit scheint Merkel mehr und mehr abhandenzukommen. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus durch den Islamischen Staat ist ebenso wirkungslos geblieben wie die Versuche, die diplomatischen Beziehungen zu Russland zu normalisieren.

Am deutlichsten zeigt sich der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in Europa und den Verhandlungen um ein transatlantisches Freihandelsabkommen. So wie...

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