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28.03.2017

18:33 Uhr

Türkei

Erdogan agiert dreist

VonThomas Sigmund

PremiumDer türkische Präsident Erdogan trägt seine Verfolgung angeblicher Terroristen bis nach Deutschland, jede rote Linie ignoriert er. Der liberale Rechtsstaat muss handeln, wenn er nicht wehrlos wirken will. Ein Kommentar.

Der türkische Präsident und seine Anhänger schrecken vor der Verfolgung politischer Gegner auch auf deutschem Boden längst nicht mehr zurück. AP

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Präsident und seine Anhänger schrecken vor der Verfolgung politischer Gegner auch auf deutschem Boden längst nicht mehr zurück.

Deutschland ist längst Austragungsort des Kampfes zwischen dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem Prediger Fethullah Gülen geworden. Beide kämpften früher gegen einen gemeinsamen Gegner, den kemalistischen Staat und seinen Garanten, das Militär. Heute sind sie erbitterte Feinde. Schlimm genug, dass Erdogan nach dem Putschversuch im Juli 2016 Hunderte mutmaßliche Gülen-Anhänger wegen des Vorwurfs des Terrorismus ohne bislang faires Verfahren in türkische Gefängnisse geworfen hat.

Jetzt trägt Erdogan in dreister Art und Weise seine Auseinandersetzung auch nach Deutschland, auf die Bühne deutscher Sicherheitspolitik. Wer seine eigenen Staatsbürger auf fremdem Terrain vom türkischen Geheimdienst ausspionieren lässt, überschreitet jede rote Linie....

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