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21.07.2017

10:33 Uhr

Türkei-Konflikt

Erdogan, der Herausforderer des Westens

VonOzan Demircan

PremiumDer türkische Präsident ist auf dem Zenit seiner Macht. Um diese zu verteidigen, geht er immer härter gegen seine Feinde vor – und riskiert damit den Bruch mit alten Partnern. Es gilt das Motto: Erdogan first.

Der türkische Staatspräsident provoziert mit Kalkül – und ist sich seiner Macht bewusst. dpa

Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Staatspräsident provoziert mit Kalkül – und ist sich seiner Macht bewusst.

Istanbul„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufspringen, bis wir das Ziel erreicht haben.“ Diesen Satz sagte Recep Tayyip Erdogan im Jahr 1998. Damals war er Bürgermeister der Stadt Istanbul, jetzt ist er Präsident des Landes und reißt immer mehr Macht an sich. Ist der Zeitpunkt für Erdogan erreicht, die Hand vom Waggon zu lösen und vom Zug der Demokratie abzuspringen?

Angesichts der jüngsten Ereignisse kann man den Eindruck bekommen. Seit einem Putschversuch vor einem Jahr geht die Türkei massiv gegen mutmaßliche Aufständische, aber auch gegen Andersdenkende vor. Gleichzeitig hebelt Erdogan die Gewaltenteilung im Land aus und...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

21.07.2017, 17:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Demircan,

der angebliche "Herausforderer des Westens" herrscht über ein Entwicklungsland, das beim Bruttoinland je Einwohner magere 10 000 Dollar erwirtschaftet. Ohne freundliche Unterstützung durch westliche Touristen und Konzerne wird sich am Rückstand des Landes nichts ändern.

Dass machtbesessene Herrscher andere Länder angreifen, ist nichts Ungewöhnliches. Aber ein NATO-Land wird Erdogan kaum angreifen. Außerhalb meines Vorstellungbereichs ist auch, dass die NATO wegen der Türkei den Bündnisfall ausruft. Also reden wir über Auseinandersetzungen über die Vorherrschaft im Nahen Osten. Dass solche Kriege den Wohlstand der Bürger nicht fördern, liegt auf der Hand.

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