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30.09.2016

13:10 Uhr

Türkei nach dem Putschversuch

Nichts ist mehr, wie es mal war

VonGerd Höhler

PremiumDer Putschversuch des Militärs hat die Türkei traumatisiert. Und Präsident Erdogan setzt das Land, das ohnehin von Konflikten gezeichnet ist, einer neuerlichen Zerreißprobe aus. Die Demokratie bleibt dabei auf der Strecke.

„Denunziert die Gegner, auch Verwandte.“ dpa

Protestierender Regierungsanhänger in Istanbul

„Denunziert die Gegner, auch Verwandte.“

AnkaraZermalmter Beton, bizarr verbogene Stahlarmierungen, Glassplitter überall – es sieht aus, als habe eine Riesenfaust ins oberste Stockwerk des Parlamentsgebäudes in Ankara geschlagen. Mustafa Yeneroglu war am Abend des 15. Juli dabei, als die von einem F-16-Kampfjet abgeworfene Bombe das Gebäude traf. „Keiner von uns wusste, ob wir diese Nacht überleben“, erinnert sich der deutsch-türkische Abgeordnete. „Wir verabschiedeten uns telefonisch von unseren Familien.“

Der Umsturzversuch türkischer Militärs wurde damals niedergeschlagen. Aber er hat Spuren hinterlassen – nicht nur den Bombeneinschlag im Parlament. Die Türkei ist ein traumatisiertes Land. „Wenn die Putschisten Erfolg gehabt hätten, säße ich nicht hier“, sagt...

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