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29.10.2015

12:10 Uhr

Türkei vor den Parlamentswahlen

Der Palast und das Volk

VonOzan Demircan, Gerd Höhler

PremiumBei den Wahlen in der Türkei will Präsident Erdogan die absolute Macht. Nur so kann er die Verfassung nach seinen Wünschen ändern. Doch Experten bezweifeln, dass die Wähler noch hinter ihm stehen. Wie konnte es dazu kommen?

Die jüngsten Anschläge prägen den Wahlkampf. Reuters

Demonstranten in Istanbul

Die jüngsten Anschläge prägen den Wahlkampf.

IstanbulDiesen Moment kostet er aus. Angela Merkel sitzt auf einem vergoldeten Stuhl mitten in Istanbul und redet mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan über den EU-Beitritt seines Landes. Sie erklärt, der Beitrittsprozess müsse in die Gänge kommen, die Türkei solle mehr Geld von der EU erhalten, und die Visa-Beschränkung müsse doch auch einmal aufgehoben werden.

Für Erdogan war die Szene vor anderthalb Wochen ein Moment der Macht. Er wusste: Die Bundeskanzlerin kam wegen des Flüchtlingsstroms als Bittstellerin – so kleinlaut wie in Istanbul hat man die „mächtigste Frau der Welt“ selten gesehen. Und Macht ist Erdogans Leitmotiv.

Kein...

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