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25.04.2017

16:17 Uhr

Umgang mit der Türkei

Mehr Handel statt EU-Beitritt

VonTill Hoppe

PremiumWie soll Europa nach dem Referendum in der Türkei künftig mit Ankara umgehen? Erweiterungskommissar Johannes Hahn will „künstliche Diskussion“ über einen EU-Beitritt beenden – und schlägt Alternativen vor.

Die EU überdenkt ihre Beziehungen zur Türkei. dpa

Flaggenhändler in Istanbul

Die EU überdenkt ihre Beziehungen zur Türkei.

BrüsselDer für die EU-Erweiterung verantwortliche Kommissar Johannes Hahn drängt die Mitgliedstaaten, die Beziehungen zur Türkei grundsätzlich zu überdenken. „Wir sollten reinen Tisch machen und uns mögliche künftige Formen der Zusammenarbeit anschauen“, sagte er in Brüssel. Die „künstliche Diskussion“ über einen EU-Beitritt der Türkei überschatte die gegenseitigen Beziehungen, die jetzige Situation sei „nicht tragbar“. Als mögliche Alternative zu den Beitrittsverhandlungen nannte Hahn die Vertiefung der Handelsbeziehungen in der gemeinsamen Zollunion.

Hahn kündigte an, sich beim Treffen der EU-Außenminister am Freitag auf Malta um ein entsprechendes Mandat zu bemühen. Dort werden die 28 Mitgliedstaaten erstmals über mögliche Konsequenzen aus dem türkischen...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

25.04.2017, 17:29 Uhr

Reden wir einmal über Handel mit diktatorisch regierten Ländern. Unsere deutschen Firmen sind frei. Es gibt kein Gesetz, das Ihnen den Handel mit diktatorisch regierten Ländern verbietet.

Was bleibt, ist die Frage nach der Rolle unseres Staates. Soll er mit anderen Ländern Abkommen abschliessen, die den Handel ganz besonders fördern? Auch dann, wenn das andere Land die Menschenrechte mit Füßen tritt? Auch dann, wenn das andere Land Regimegegner verfolgt, unter nichtigen Vorwänden ins Gefängnis steckt, foltert und ermordet. Sollen wir besonders freundschaftliche Beziehungen zu einem Land pflegen, das Minderheiten wie die Kurden oder die Anhänger der Gülen-Bewegung verfolgt, bekämpft und unterdrückt?

Ich meine: Wer Erdogan fördern will, sollte auch Assad und Kim fördern.

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