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01.10.2016

08:12 Uhr

US-Politikwissenschaftler Fukuyama

„Die Gefahr des IS-Terrors liegt in der Überreaktion“

VonMoritz Koch

PremiumFrancis Fukuyama träumte einst vom Siegeszug der Demokratie. Heute bezweifelt der US-Politikwissenschaftler, dass der Nahe Osten so überhaupt zu befrieden ist. Dem Westen rät er, von Interventionen in der Region abzusehen. Für ihn geht es nur um eins: Schadensbegrenzung.

„Der Nahe Osten ist die am wenigstens demokratisierte Region der Welt.“ Corbis Entertainment/Getty Images

Francis Fukuyama

„Der Nahe Osten ist die am wenigstens demokratisierte Region der Welt.“

WashingtonSeine These vom „Ende der Geschichte“ hat Francis Fukuyama zum Popstar der politischen Wissenschaft gemacht. Doch wer sich von ihm fetzige Sprüche erhofft, wird enttäuscht. Der 63-jährige Stanford-Professor spricht leise und nachdenklich, scheut plakative Slogans. Zuletzt hat sich Fukuyama intensiv mit politischem Verfall beschäftigt. Ein Phänomen, das er nicht nur im Nahen Osten beobachtet, sondern auch in Europa und den USA.

Professor Fukuyama, Sie haben bestritten, dass der Islamische Staat eine „existenzielle Gefahr“ für den Westen darstellt. Bleiben Sie dabei – auch nach den Attacken von Paris, Brüssel und Nizza? Erst vor wenigen Wochen haben deutsche Spezialeinheiten wieder eine...

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