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26.06.2017

14:05 Uhr

Vermögensverteilung

Die Superstar-Ökonomie

VonNorbert Häring

PremiumÖkonomen entdecken die Unternehmenskonzentration als Grund für die steigende Ungleichheit. Ihre These: Die Marktmacht von Apple und Co. führt zu steigenden Gewinnen – und lässt den Anteil der Arbeitnehmer an der Wertschöpfung sinken.

„Gewinne in vorher nie da gewesenem Ausmaß.“ dpa

Entwurf des neuen Apple-Hauptquartiers in Cupertino

„Gewinne in vorher nie da gewesenem Ausmaß.“

FrankfurtDie zunehmende Ungleichheit in den Industrieländern lässt sich auch in der Lohnquote wiederfinden. In den letzten Jahrzehnten ist der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen gefallen. Dementsprechend stieg der Anteil der Kapitalerträge. In Deutschland etwa sank die Lohnquote innerhalb von zehn Jahren von 74 auf aktuell rund 68 Prozent. In den USA ging sie von 70 auf zuletzt unter 63 Prozent zurück.

Auch millionenschwere CEO-Gehälter sind Teil der Lohnquote, die Kapitaleinkünfte sind aber noch deutlich stärker bei den Vermögenden konzentriert. Das bedeutet: Eine niedrige Lohnquote verschärft die Ungleichheit.

Bisherige Erklärungen

Es gibt verschiedene Erklärungsversuche, warum die Lohnquote, die...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

27.06.2017, 18:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Häring,

in welchem Land Ihre Ökonomen eine Konzentration auf Super-Star Firmen entdeckt haben wollen, bleibt im Dunkeln.

Plausibel erscheint die These, wenn man an die amerikanische High-Tech-Industrie denkt. Aber diese ist nur ein winziger Ausschnitt aus der amerikanischen Gesamtwirtschaft, die vom Dienstleistungsgewerbe geprägt und dominiert wird. In allen Branchen herausragende Superstar-Firmen und ein flauer Wettbewerb? Auch in Deutschland? Können Sie mir wenigstens 3 Superstar-Firmen nennen, die hierzulande keinem intensiven Wettbewerb ausgesetzt sind? Also plausibel ist die These Ihrer Ökonomen sicher nicht.

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