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07.07.2016

17:12 Uhr

Wie Juncker das europäische Projekt gefährdet

Der unmögliche Präsident

PremiumKommissionspräsident Juncker will die Briten schnellstmöglich aus der EU raushaben – und dann weitermachen wie gehabt. Der dringend nötige Neustart kann so nicht gelingen. Europa drohen quälende Jahre der Agonie.

Verwalter des europäischen Stillstands. (Illustration Berndt A. Skott)

Marionette Juncker

Verwalter des europäischen Stillstands.

(Illustration Berndt A. Skott)

Berlin, Brüssel. DüsseldorfMan kann Jean-Claude Juncker als menschliches Gesamtkunstwerk betrachten. Er ist witzig, wenn er den autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban mit einem herzlichen „Hello Dictator!“ begrüßt. Er ist ehrlich, wenn er die ausbleibenden Sanktionen für Frankreichs hohes Haushaltsdefizit so begründet: „weil es Frankreich ist“. Er ist cool, wenn er die Reporterfrage, ob der Austritt Großbritanniens den Anfang vom Ende der EU bedeute, mit einem schlichten „No“ bescheidet – und dann unter dem Applaus der übrigen Journalisten die Pressekonferenz verlässt. Er ist menschlich, wenn er montags dem Vernehmen nach gerne mal später ins Büro kommt. (Story in English)
Es...

Kommentare (1)

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Herr Frederic Maas

08.07.2016, 10:21 Uhr

Der Inhalt des Artikels ist inkohärent, der Ton unangemessen.
Herr Juncker macht es genau richtig. Wir lassen uns in Europe nicht von einem einzelnen Mitgliedstaat an der Nase herumführen, der seit 30 Jahren Zwietracht verursacht, Sonderrechte in Anspruch nimmt und nun schon wieder Ärger macht, den Markt destabilisiert.

Die Agonie besteht seit einem halben Jahr, weil man "auf London" Rücksicht nehmen musste, wurde in Brüssel alles auf Eis gelegt. Europa muss vorangehen - ohne UK. Die Reformvorschläge sind alle auf dem Tisch. Weniger intergouvernementales Gewurschtel, absolute Transparenz der Tätigkeit, respektive Untätigkeit, des Rats, Stärkung des EP. EU-Kompetenzen in der Außen- und Sicherheitspolitik. Mehr EU für wichtige Themen, weniger nationales Chaos.

Die persönlichen Angriffe auf Herrn Junker sind unter der Gürtellinie und des Handelsblatts unwürdig.

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