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05.01.2017

21:30 Uhr

Wirtschaftswachstum

Die neuen Umverteiler

VonDonata Riedel

PremiumIn den 1950er-Jahren galt in Deutschland das Motto „Wohlstand für alle“. Heute fordern IWF-Chefin Christine Lagarde und OECD-Chef Angel Gurría das Gleiche für die ganze Welt – und nennen es „inklusives Wachstum“.

„In den großen Industriestaaten sind in den letzten 20 Jahren die Einkommen der obersten zehn Prozent um 40 Prozent gestiegen, während die unteren Schichten kaum mehr verdienen.“ Reuters, Sascha Rheker

Christine Lagarde

„In den großen Industriestaaten sind in den letzten 20 Jahren die Einkommen der obersten zehn Prozent um 40 Prozent gestiegen, während die unteren Schichten kaum mehr verdienen.“

In den 1950er-Jahren war das Ziel der Wirtschaftspolitik in Deutschland unumstritten: „Wohlstand für alle“, versprach der damalige Wirtschaftsminister Ludwig Erhard. In den 1960er- und 1970er-Jahren setzten seine Nachfolger auf Umverteilung durch den Sozialstaat. In den 30 Jahren danach dominierte die liberale Überzeugung, dass möglichst freie Märkte und möglichst hohe Wachstumsraten den Wohlstand für alle automatisch heben würden. Seit der Finanzkrise ist dieser Optimismus dahin. Wachsende Ungleichheit in den Industriestaaten beklagen heute der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Industrieländerorganisation OECD.

„In den großen Industriestaaten sind in den letzten 20 Jahren die Einkommen der obersten zehn Prozent um 40 Prozent gestiegen, während...

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