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07.09.2016

03:04 Uhr

Edward Snowdens Flucht – Handelsblatt exklusiv

Schutzengel – ganz unten

VonSönke Iwersen

PremiumIm Juni 2013 enthüllte Edward Snowden, wie US-Geheimdienste die Welt ausspionieren. Zwei Wochen lang bangte er um sein Leben, bevor ihm die Flucht nach Moskau gelang. Das Handelsblatt hat nun jene überraschenden Helfer aufgespürt, die den Whistleblower damals versteckten. Deren Geschichte erzählt viel über die dunkelsten Seiten einer globalisierten Welt.

Ajith, Vanessa, Nadeeka und Supun (von links nach rechts, Kinder ohne Namensnennung). Jayne Russell

Diese Flüchtlinge versteckten Edward Snowden in Hongkong

Ajith, Vanessa, Nadeeka und Supun (von links nach rechts, Kinder ohne Namensnennung).

HongkongEdward Snowden mochte kein Gemüse. Nadeeka* (*Name abgekürzt) amüsierte sich, als sie in ihrer engen Küche das Geschirr reinigte. Der Gast, der seit drei Tagen in ihrem Zimmer schlief, mochte der meistgesuchte Mann der Welt sein. Doch in seinen Essgewohnheiten ähnelte er stark ihrer zweijährigen Tochter Sethumdi. Das Fleisch verschwand ruck, zuck, die Beilage blieb liegen. Jetzt, an diesem heißen Sommertag 2013 in einer heruntergekommenen Wohnung in Hongkong, spielten Snowden und Sethumdi miteinander auf dem Flur. Es waren die wenigen Minuten am Tag, in denen sich der Amerikaner halbwegs normal verhielt.

Nadeeka, eine zierliche Frau mit pechschwarzem Haar, erledigte...

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