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Special

08.11.2016

10:44 Uhr

US-Wahl – 7 Fragen an ...

„Die etablierten Medien haben Trump geholfen“

VonFranziska Bluhm

PremiumFür Medienexperte Jeff Jarvis haben die Journalisten im US-Wahlkampf versagt – sonst wäre Trump einer Präsidentschaft gar nicht erst so nahe gekommen. Der Unterhaltungsfaktor des Republikaners war sein Vorteil.

Die Belegschaften der Medien sind nicht divers genug. picture alliance/dpa

Jeff Jarvis

Die Belegschaften der Medien sind nicht divers genug.

Wie nehmen Sie den Wahlkampf bisher wahr?
Der wichtigste Auftrag von Journalisten ist es, die Öffentlichkeit zu informieren. Dabei haben wir versagt, denn sonst wäre Donald Trump einer Präsidentschaft nicht so nahe gekommen. Der Diskurs wurde sehr uninformiert geführt. Gleichzeitig gelang es nicht, Ängste und Bedürfnisse beispielsweise der Trump-Unterstützer in Geschichten zu vermitteln. Diese Lücke hat man anderen Kräften überlassen.

Warum füllten US-Medien diese Lücke nicht?
Die meisten US-Journalisten sind weiße, gut ausgebildete Liberale – oft von der Ostküste. Newsrooms sind nicht divers aufgestellt und viele Gruppen werden in der Berichterstattung vernachlässigt: Afroamerikaner, Latinos, Junge, Behinderte, Frauen, Jugendliche. Außerdem wollen...

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