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Special

15.11.2016

11:25 Uhr

Wirtschaftspläne des neuen Präsidenten

Die Chancen der Trumponomics

VonFrank Wiebe

PremiumTrumps wirtschaftliche Pläne lassen sich auf eine kurze Formel bringen: Reagonomics plus Protektionismus. Für eine Weile könnte dies in Amerika gut funktionieren. Aber was dann? Eine Analyse.

Bringt der neue Präsident mehr Schwung in die Wirtschaft? AFP; Files; Francois Guillot

Trumps Wahlkampfslogan „Make America great again“

Bringt der neue Präsident mehr Schwung in die Wirtschaft?

Trumponomics – so lautet das neue Schlagwort, das die wirtschaftlichen und steuerlichen Pläne von Donald Trump, dem künftigen Präsidenten der USA, bezeichnet. Dabei liegt ein Vergleich mit der Politik seines von Konservativen hochverehrten Vorgängers Ronald Reagan in den 1980er-Jahren nahe. Man könnte das auf die Kurzformel bringen: Trumponomics sind gleich Reagonomics plus Protektionismus. Also: Steuern senken, mehr Schulden machen, weniger Vorschriften erlassen plus unerwünschte Importe verhindern und die Einwanderung von potenziellen Arbeitskräften bremsen. Im Detail dürften sich noch viel mehr Unterschiede zwischen den beiden Konzepten ergeben. Aber um genauer zu vergleichen, müsste man mehr über Trumps Pläne wissen.

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Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

15.11.2016, 14:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Wiebe,

Ihr Artikel verdient allein schon wegen seiner Überschrift den Nobelpreis. Es wird erkennbar, dass über die Wirtschaftspläne des Präsidenten diskutiert wird. Vielleicht hätten Sie hinzu setzen sollen, dass der Präsident nicht wie ein autokratischer Herrscher regiert. Dass es auch in den USA ein Parlament gibt, das bei vielen Fragen eine eigenständige Linie verfolgt.

Nicht ganz verstanden habe ich Ihre Ausführungen zum Anstieg der Staatsverschuldung. Sie beträgt in den USA derzeit rund 20 Billionen Dollar oder 105 % des Sozialproduktes. Zusammen mit dem erwarteten Anstieg der Zinsen ist damit schon heute die Grenze der Schuldentragfähigkeit nahezu erreicht.

Wird sie in Zukunft wesentlich überschritten, haben wir die gleiche Situation wie bei einem Privathaushalt, der viel zu viele Anschaffungen auf Pump finanziert hat und nun die Abzahlung seiner Ratenkredite kaum noch stemmen kann. Es sollte klar sein, dass nur zwei Maßnahmen aus der Misere herausführen. Der Privathaushalt kann seine Einahmen erhöhen oder seine Ausgaben zusammen streichen.

Für den Staat gilt das Gleiche. Er kann seine Bürger mit höheren Steuern belasten (auch durch inflationsbedingte Steuererhöhungen). Oder der Staat kürzt seine Ausgaben, was ebenfalls seine Bürger belastet. Lehrreich ist ein Blick nach Griechenland.

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