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19.10.2015

11:45 Uhr

Schmiergeld-Verdacht um WM 2006

Die deutsche Dreyfus-Affäre

VonHans-Jürgen Jakobs

PremiumAus dem „Sommermärchen“ ist ein Kriminalroman geworden. Zwei Akteure machen dabei eine besonders unglückliche Figur: der Deutsche Fußball-Bund und Adidas. Und es ist mit weiteren Enthüllungen zu rechnen. Eine Analyse.

Der Mann, der Adidas in den 1990er-Jahren vor dem ökonomischen Zwangsabstieg gerettet hat, hat ganz offenbar mit Schwarzgeld den Fußballbetrieb auf besondere Weise gefördert. Das Archivbild zeigt Louis-Dreyfus im April 2000, damals war er Vorstandschef der Adidas-Salomon AG und Präsident des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille . Imago/PanoramiC

Robert Louis-Dreyfus

Der Mann, der Adidas in den 1990er-Jahren vor dem ökonomischen Zwangsabstieg gerettet hat, hat ganz offenbar mit Schwarzgeld den Fußballbetrieb auf besondere Weise gefördert. Das Archivbild zeigt Louis-Dreyfus im April 2000, damals war er Vorstandschef der Adidas-Salomon AG und Präsident des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille .

Von Zeit zu Zeit braucht eine Gesellschaft Illusionen. Braucht die Kraft einer Geschichte, die das Volk eint. Die nichts zu tun hat mit dem üblichen Gewinnstreben, Machtspiel, Verwertungsinteresse. So eine Geschichte war die fröhlich-sonnige Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, für die das Wort „Sommermärchen“ Karriere machte.

Aus diesem Märchen ist ein Kriminalroman geworden, mit atemberaubenden Enthüllungen, mit dubiosen Geldern, mit dem Geruch der Korruption, aufs Eindrucksvollste angereichert durch Dokumente, auf die eine Ethikkommission bei ihrer Klärwerksarbeit in der vermutlich mafiaähnlichen Organisation namens Fifa stößt. Mit den jüngsten Enthüllungen des „Spiegels“ ist die WM-Illusion endgültig erloschen wie das Licht in der Lichtgestalt...

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