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19.04.2017

18:45 Uhr

Zukunft made in Germany

Deutschland, Land der Tüftler und Ausdenker

VonAstrid Dörner

PremiumEs tut sich was in der Republik. Die Produkte made in Germany sind zwar nicht so sexy wie die Apps der Amerikaner, aber mindestens genauso innovativ. Wo Deutschland führend ist – und was es noch zu tun gibt.

Getty Images

DüsseldorfAufbruchstimmung liegt in der Luft. Zur Eröffnung des neuen Google-Büros hat sich die Polit- und Tech-Prominenz versammelt. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist dabei, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg. Google-Chef Sundar Pichai sendete einen Video-Gruß. Die Gäste begutachten die Kicker-Tische, das Fitness-Studio und die Terrasse mit den bequemen Outdoor-Sofas. Ein Google-Manager lobt die „hervorragenden Universitäten, die moderne Infrastruktur und den hohen Freizeitwert“ der Umgebung.

Hört man ihm zu, könnte man meinen, die Szene spiele sich in Palo Alto ab, Heimat der Stanford University, Mittelpunkt des Silicon Valleys, Herzstück von Amerikas Innovationskultur.

Doch eröffnet wurde vor...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

21.04.2017, 16:44 Uhr

Sehr geehrte Frau Dörner,

mir ist Ihr Artikel zu abgehoben. Mit Standpunkten und Glaubensbekenntnissen einer Redakteurin oder einer Expertenkommission ist mir nicht gedient. Was ich brauche, sind überprüfbare und nachvollziehbare Fakten.

Welche Fakten? Mein Vorstellungsbild ist, dass es einen Weltmarkt gibt, auf dem Firmen aller Länder um Marktanteile konkurrieren. Es läßt sich unschwer aufzeigen, auf welchen Weltmarktanteil beispielsweise die USA, die BRD und all die anderen Länder kommen. Heute, gestern und vorgestern kommen. Und man kann auch in die Details gehen. Beispielsweise Holzbearbeitungsmaschinen oder Schiffsmotoren ins Visier nehmen.

Sie fragen vielleicht, woher meine Zahlenversessenheit kommt. Nehmen Sie als Beispiel die deutschen Vorzüge. Mag sein, dass wir das Land der Tüftler sind, eine vorbildliche Forschungslandschaft haben und unser duales Ausbildungssystem nachahmenswert ist. Aber diese ruhmreichen Vorzüge sind erst dann etwas wert, wenn sie auf den Weltmärkten zu einem meßbaren Erfolg führen.

Nebenbei: Es gibt noch ein Problem. Es heißt Globalisierung und bedeutet, dass Konzerne und Mittelständler Produktionsstätten in vielen Ländern haben. Nehmen Sie als Beispiel VW. Der Firmensitz ist in Wolfsburg, wir meinen somit es sei eine "deutsche" Firma. Aber in Wirklichkeit produziert die Firma auch in China, ist dort Marktführer und verkauft im Reich der Mitte vier Mal so viele Autos wie in Deutschland.

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