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07.11.2015

12:47 Uhr

Hirnforscher zur Digitalisierung

„Wir müssen unsere Kinder schützen“

VonClaudia Panster, Thomas Tuma

PremiumHirnforscher Manfred Spitzer spricht im Interview über seinen Kampf gegen Google & Co., die Krebsgefahren des Internets und die Frage, wie Manager aus der Handy-Stressfalle finden können.

MANFRED SPITZER, MELIA HOTEL, DUESSELDORF, 5.11.2015 Frank Beer für Handelsblatt

Manfred Spitzer

Je später man mit dem Medienkonsum anfängt, desto besser.

UlmEs gibt durchaus Hochschulprofessoren, die auch Entertainer-Qualitäten mitbringen. Aber Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, ist ein Ausnahmetalent. Im Kampf gegen die Schattenseiten des Internets läuft der 57-Jährige mittlerweile zu Hochform auf – manchmal schrill, immer pointiert. Muss er auch sein: Er legt sich schließlich mit Apple, Google, Facebook & Co an.

Herr Professor Spitzer, nach dem Erfolg Ihres letzten, durchaus umstrittenen Buches „Digitale Demenz“ heißt Ihr neues Werk nun „Cyberkrank“. Welche Krankheiten diagnostizieren Sie?
Die „digitale Revolution“ provoziert geistige wie körperliche Schäden in Hülle und Fülle. Die Krankheitsbilder reichen von Depressionen bis zu Suchtsymptomen...

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