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04.04.2017

12:30 Uhr

Abgehobene Vorstände?

Zwölf Dax-Chefs verdienen mehr als das Hundertfache ihrer Mitarbeiter

VonDieter Fockenbrock, Frank Specht

PremiumSind bei der Bezahlung von Topmanagern Maß und Mitte verloren gegangen? Der Vergleich mit den durchschnittlichen Mitarbeitervergütungen zeigt jedenfalls enorme Diskrepanzen. SPD und Gewerkschafter ziehen dagegen zu Felde.

Er verdient das 171-Fache dessen, was seine Mitarbeiter im Durchschnitt erhalten. dpa

Heidelberg-Cement-Chef Bernd Scheifele

Er verdient das 171-Fache dessen, was seine Mitarbeiter im Durchschnitt erhalten.

BerlinBernd Scheifele, Vorstandschef des Baustoffkonzerns HeidelbergCement, hat sich weit von seinen Mitarbeitern entfernt. Sein Jahresgehalt für 2016 liegt nach Berechnungen des Handelsblatts beim 171-Fachen der Durchschnittsvergütung eines Beschäftigten. Dabei ist Scheifele im Vergleich mit seinen Dax-Kollegen gar nicht mal Topverdiener. Doch die im Jahresmittel 54.000 Arbeiter und Angestellten des Unternehmens verdienen mit 49.400 Euro im Vergleich zu anderen Unternehmen recht wenig. Zwölf der 30 Dax-Chefs bekommen mehr als das Hundertfache ihrer Mitarbeiter. Doch ist die so genannte Manager to Worker Pay Ratio ein schwieriger Maßstab für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Bill McDermott, mit mehr als 14 Millionen Euro...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

04.04.2017, 14:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Fockenbrock,

die Managergehälter deckeln? Mit diesem oder jenem Modell? Eigentlich müsste es für diese Forderung auch eine Begründung geben, wobei reiner "Neid" natürlich kein Grund ist.

Bemühen wir uns also um ein Bild. Ein U-Boot ist ein Kriegsschiff, das einen Feind (Wettbewerber) hat. Dass der Kommandant für das Überleben und den Kriegserfolg eine herausragende Bedeutung hat, liegt auf der Hand. Aber ohne Mannschaft kann auch der beste Kommandant nichts ausrichten. Beide sind aufeinander angewiesen, auf Leben und Tod.

Dieses berechtigte Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Angewiesen seins darf nicht zerstört werden. Auch nicht dadurch, dass eine wichtige Person einen völlig abgehobenen Lebensstil führt. Ein orientalischer Fürst, der von seinem Throne aus nichtswürdige Untertanen nach Macciavelli-Art regiert? Ist das das deutsche Erfolgsmodell?

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