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21.05.2015

20:00 Uhr

Debatte: Die Vordenkerin

„Glauben an den Diskurs verloren“

VonGertrud Höhler

PremiumDie „stille Revolution“ der schweigenden Mehrheit ist für die Publizistin Gertrud Höhler Ausdruck der neuen Machtpolitik: Führung verliert an Glaubwürdigkeit, „alternativlos“ lautet das Codewort der fehlbaren Mächtigen.

Die Autorin ist Publizistin und Unternehmensberaterin. In ihrem Buch „Die Patin“ übt Höhler scharfe Kritik am Politikstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der sie eine schleichende Erosion der politischen Werte vorwirft. Imago

Gertrud Höhler

Die Autorin ist Publizistin und Unternehmensberaterin. In ihrem Buch „Die Patin“ übt Höhler scharfe Kritik am Politikstil von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der sie eine schleichende Erosion der politischen Werte vorwirft.

Endlich mal wieder eine kühne Vision. Tollkühn geradezu; denn sie handelt von denen, die von Visionen nichts mehr wissen wollen. Die Vision eines Intellektuellen hätte keine Chance in der „stillen Revolution“, die Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart ausruft. Intellektuelle sind abgeschaltet. Also nähert sich der Prophet in der Maske des Komplizen: als Denkdienstleister.

Der Herold steigt von der Zinne. Er legt das Horn des Rufers beiseite und schlüpft ins Tarnkleid des Spähers und Lauschers. Was er sieht, ist eine „lautlose Erhebung … die Gesellschaft bewegt sich, aber diesmal ungeführt“. Der „moderne Revolutionär … führt“ im Zweifel nur das eigene Leben; er „schlendert...

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