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19.03.2017

19:54 Uhr

Prozess in Leipzig

Einsame Entscheidung des Unister-Chefs

VonMiriam Schröder

PremiumUnister-Gründer Thomas Wagner dachte bis zuletzt, dass er am besten weiß, was für sein Unternehmen gut ist. Das zeigt der Prozess am Landgericht in Leipzig. Warnungen seiner Mitarbeiter und Anwälte ignorierte er.

Der Unister-Gründer kämpfte um sein Lebenswerk: Die Angst vor dem Kontrollverlust wog schwerer als das Misstrauen gegenüber einem waghalsigen Deal. dpa

Thomas Wagner wollte sein Firmenimperium retten

Der Unister-Gründer kämpfte um sein Lebenswerk: Die Angst vor dem Kontrollverlust wog schwerer als das Misstrauen gegenüber einem waghalsigen Deal.

LeipzigBevor sich der Unternehmer Thomas Wagner am Morgen des 13. Juli 2016 auf den Weg zum Flughafen machte, war er nervös. Er bat seine Freundin, sich die Telefonnummer des Piloten aufzuschreiben. Sie fotografierte auch die erste Seite des Vertrags, den er bei sich hatte.
Wagner war mehrfach vor diesem Deal gewarnt worden. Von Mitarbeitern, Anwälten, seinen Vertrauten. Aber Wagner wollte diesen Deal. Deshalb stieg er kurz darauf in ein Privatflugzeug, das ihn nach Venedig brachte, in seiner Hand ein Rucksack mit 1,5 Millionen Euro. Gegen 22 Uhr rief er seine Freundin wieder an. Er war außer sich, seine Stimme...

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