Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.12.2016

17:20 Uhr

Atomkraftwerk Monju in Japan

Es hat sich ausgebrütet

VonMartin Kölling

PremiumDie japanische Regierung beschließt das Aus für den Schnellen Brüter Monju. Für die Atomlobby ist das ein schwerer Rückschlag. Japans Kraftwerkshersteller suchen bereits im Ausland nach Wachstum. Doch ihre Lage bleibt brisant.

Japan setzt nun einen Schlusspunkt. AP

Das Kernkraftwerk Monju in Tsuruga

Japan setzt nun einen Schlusspunkt.

TokioDie japanische Regierung gibt dem umstrittenen Kernkraftwerk Monju den Gnadenstoß. Am Mittwoch entschied ein Ministertreffen, den Schnellen Brüter stillzulegen. Der Versuchsreaktor war seit seiner ersten Inbetriebnahme im Jahr 1994 nur wenige Monate am Netz. Denn in ihm passierte einer der schwersten Unfälle in Nippons Atomindustrie vor der Atomkatastrophe im Jahr 2011.

 Im Dezember 1995 traten mehrere hundert Kilogramm Natrium aus dem Kühlkreislauf aus und lösten einen schweren Brand aus. Seither regte sich großer Widerstand gegen eine erneute Inbetriebnahme des Kernkraftwerks. Dass die Regierung den Reaktor dennoch nicht früher abschaltete, zeigt seine Bedeutung für Japans Energiestrategie und damit für die...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×