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13.02.2015

16:21 Uhr

Dong Energy

Dänen kritisieren deutsche Windparks

VonDana Heide, Georg Weishaupt

PremiumDie Kosten für den Bau von Offshore-Windparks, Anlagen auf hoher See, sind bisher noch sehr hoch. Das liegt auch an den teuren Leitungen. Der dänische Energieversorger Dong gibt dafür der Politik eine Mitschuld.

Windpark von Dong in der Nordsee: Seit 2013 bauen die Dänen auch Offshore-Anlagen im deutschen Meer. ap

Windpark von Dong in der Nordsee: Seit 2013 bauen die Dänen auch Offshore-Anlagen im deutschen Meer.

Berlin/DüsseldorfBisher ist der Bau von Windparks auf dem Meer noch sehr teuer. Samuel Leupold denkt, dass dies auch an der Politik liegt, und übt heftige Kritik an den deutschen Offshore-Windparks. „Deutschland hat sich bei den Meerwindparks für die teuerste Lösung entschieden“, sagte der Vorstand für Offshore-Windkraft des dänischen Energiekonzerns Dong dem Handelsblatt.

Leupold kritisierte, dass Deutschland den Strom der Riesenwindmühlen auf See erst in Gleichstrom umwandelt und dann wieder in den Wechselstrom für die Steckdose. Dies geschehe auch bei Anlagen, „deren Distanz zur Küste dies absolut nicht notwendig macht“.

Offshore: Projekte in Megadimensionen

Gewicht

Das Gesamtgewicht einer Anlage kann laut der Stiftung Offshore Windenergie schnell 1000 Tonnen übersteigen. Dabei stehen die Anlagen auf bis zu 900 Tonnen schweren Fundamenten. Allein die Gondel (Maschinenhaus) könne zwischen 300 und 400 Tonnen wiegen.

Gigantische Maße

Allein die im Testfeld Alpha Ventus installierten 5-Megawatt-Anlagen haben einen Rotordurchmesser von bis zu 125 Metern und eine Gesamthöhe von mehr als 170 Metern über dem Meeresgrund. Neuere Anlagen der Leistungsklasse von 6 Megawatt erreichen laut Stiftung Offshore Windenergie Rotordurchmesser um die 150 Meter.

Kosten

Der Bau eines Windparks auf hoher See ist um einiges komplexer als der einer Anlage auf dem Land. Doch binnen sechs Jahren konnte die Branche ihre Kosten halbieren. Beim neuen Offshore-Windpark „Borssele“ in den Niederlanden liegen die Gesamtkosten pro Megawattstunde bei 87 Euro.

Dabei soll der Transport des Stroms als Gleichstrom eigentlich den...

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