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21.04.2015

12:32 Uhr

RWE leidet in Polen

Der Spion, den sie liebten

VonJürgen Flauger

PremiumRWE setzte beim Kauf einer Warschauer Firma auf die Dienste eines langjährigen Meisterspions. Nun sieht Polens Justiz dabei Korruption und Geldwäsche. Die Ermittlungen bedrohen den Essener Konzern.

RWE versorgt die polnische Hauptstadt mit Strom und betreibt das Stromnetz. dpa

Warschau bei Nacht

RWE versorgt die polnische Hauptstadt mit Strom und betreibt das Stromnetz.

Der Mann, dessen Dienste sich RWE sicherte, hatte eine brisante Vorgeschichte. In den 1970er- und 1980er-Jahren spionierte Gromoslaw Czempinski für den polnischen Geheimdienst im Westen. Und dann, in den 1990er-Jahren, führte er den Nachrichtendienst seines Landes sogar als oberster Chef.

2002, nach seinem Wechsel in die Privatwirtschaft, sollte Czempinski mit seiner Beratungsfirma The Quest Group dem Konzern aus Essen bei der Privatisierung der polnischen Stromwirtschaft zu einem Filetstück verhelfen. Und das Engagement des ehemaligen Topspions zahlte sich aus: RWE erhielt den Zuschlag für Stoen, den Versorger der polnischen Hauptstadt Warschau.

Jetzt, 13 Jahre später, könnte die bizarre Beziehung für RWE...

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