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05.05.2015

15:05 Uhr

Friedrich List

Im Auftrag Seiner Majestät

VonMassimo Bognanni

PremiumFriedrich List ist unbequem. Schonungslos sagt er selbst dem König, was schiefläuft im Lande Württemberg. Das Leid Tausender Auswanderer erregt ihn so sehr, dass er nach Lösungen sucht. Er wird zum Vordenker der Deutschen Zollunion.

Trotz aller Widerstände – seine Ideen finden Gehör. � Ferienland Kufstein

Denkmal von Friedrich List in Kufstein

Trotz aller Widerstände – seine Ideen finden Gehör.

Die Sondermission ist heikel. Seine Königliche Majestät hat sie persönlich angeordnet. Und der Innenminister hat im größtmöglichen Gehorsam seinen besten Mann ausgewählt. Und so ist es Friedrich List, der junge Rechnungsrat, der das Briefkuvert mit dem königlichen Siegel aufschlitzt. Stuttgart, 29. April 1817, 17 Uhr. Aufgeregt überfliegt der 28-jährige Beamte das Schreiben mit dem königlichen Auftrag.

Es hat Eile. Die Auswanderungswelle sorgt für Druck. Seit Januar 1816 haben 19.000 Menschen die Ausreise beantragt. Pächter, Bauern, Handwerker – sie alle wollen das kleine Königreich Württemberg verlassen. Am 1. Mai soll ein Transporter mit Auswanderern von Heilbronn losschippern, über den Neckar, auf...

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