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20.12.2016

10:09 Uhr

Amazon Smile

Online-Händler setzt auf Lächeln und sorgt für Ärger

VonFlorian Kolf

PremiumDer Onlinehändler startet in Deutschland ein eigenes Spendenprogramm – und zieht sich von anderen Charity-Portalen zurück. Das bringt diese in Not.

Der Online-Riese sammelt Spendengeld. Amazon/Markus van Offern

Schulklasse in Logi-stikzentrum von Amazon

Der Online-Riese sammelt Spendengeld.

DüsseldorfDer Onlinehändler Amazon hat pünktlich vor Weihnachten auch in Deutschland sein gutes Gewissen entdeckt. Bei jedem Kauf können die Kunden sich nun entscheiden, eine soziale Organisation ihrer Wahl zu unterstützen. Amazon überweist dann 0,5 Prozent des Kaufpreises für den guten Zweck. „Amazon Smile“ hat der Onlineriese das Programm genannt.

Den Verantwortlichen bei vielen sozialen Einrichtungen dürfte das jedoch kein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Ihnen fehlt künftig Geld. Denn zugleich hat Amazon allen Charity-Shopping-Portalen die Zusammenarbeit gekündigt. Und über diese flossen bisher zwei Prozent des Preises bei Käufen auf Amazon für den guten Zweck.

„Für die Charity-Portale ist das ein großer...

Kommentare (1)

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Herr Benedikt Gleich

21.12.2016, 12:48 Uhr

Der Verlust für die Spendenportale ist sogar noch drastischer als im Artikel beschrieben: Vor ein paar Jahren haben diese von Amazon noch teils 5 bis 7 Prozent Provision erhalten. Daraus wurden dann zwischenzeitlich 2 Prozent und jetzt 0 Prozent.

Erfreulicherweise gibt es auch andere Angebote fürs Spenden beim Online-Einkauf: buch7.de spendet beispielsweise 75% des gewinns an wertvolle soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Das kam bisher auf etwa 5% des Umsatzes, also etwa zehnmal so viel wie bei Amazon.

Da buch7.de ein eigenständiger Online-Buchhändler ist, ist es auch nicht wie die Spendenportale von Provisionspartnern abhängig, sondern erwirtschaftet die Spenden aus dem eigenen Verkauf. buch7.de wurde auch schon in der FAZ, SZ, Focus, DRadio, WDR, heute.de und vielen weiteren Medien behandelt bzw. empfohlen. Es gibt also gute Alternativen, wenn man mit den im Artikel beschriebenen Maßnahmen von Amazon nicht zufrieden ist.

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