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10.10.2016

07:00 Uhr

Arbeitskampf bei Tuifly

Noch viele Fragen offen

VonFrank Specht

PremiumWilder Streik: Wer den Tuifly-Mitarbeitern eine geplante Aktion vorwerfen will, muss das erst einmal nachweisen. Die Gewerkschaften weisen Vorwürfe zurück.

„Krankmeldung nach Recht und Gesetz “ dpa

Tuifly-Mitarbeiter und Angehörige protestieren

Krankmeldung nach Recht und Gesetz

Krankfeiern als Mittel des Arbeitskampfs ist kein neues Phänomen. 1973 versuchten die damals noch verbeamteten und deshalb mit Streikverbot belegten Fluglotsen, durch verabredetes langsames Arbeiten („go slow“) und haufenweise Krankmeldungen („go sick“) bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld herauszuschlagen. Beides verletze die Regeln eines fairen Arbeitskampfs, urteilte der Bundesgerichtshof sechs Jahre später.

Wer den Tuifly-Beschäftigten nun Ähnliches vorwerfen will, muss aber erst mal nachweisen, dass sie nicht wirklich krank gewesen sind – und das ist praktisch kaum möglich. Sowohl die Flugbegleitergewerkschaft Ufo als auch Verdi weisen vehement Verdächtigungen der Arbeitgeber zurück, die Aktion orchestriert zu haben.

Tuifly und Air Berlin: Krankmeldung als Waffe

Tuifly und Air Berlin

Premium Krankmeldung als Waffe

Fast 350 Flüge fielen bei Tuifly und Air Berlin aus, weil sich das Bordpersonal massenhaft krankmeldete. Zusagen von Tui sorgen nun dafür, dass seit Sonntag wieder geflogen wird. Doch die Streiktaktik könnte Nachahmer finden.

„Wir gehen davon aus, dass...

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