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19.02.2015

08:57 Uhr

Bundeskartellamt und der Fall Tengelmann

Wächter ohne Weitsicht

VonSven Afhüppe, Kirsten Ludowig, Volker Votsmeier , Christoph Schlautmann

PremiumDas Kartellamt erschwert Fusionen, wie der Fall Edeka-Tengelmann zeigt. Viele Unternehmer geben den Kampf gegen die Behörde entnervt auf. Ihr Vorwurf: Die Wirtschaft agiere global, das Amt aber orientiere sich lokal.

Kritik am Vorgehen im Fall Edeka/Kaiser’s. Quelle: ullstein bild, Frank Beer/WirtschaftsWoche [M]

Bundeskartellamts-Chef Andreas Mundt

Kritik am Vorgehen im Fall Edeka/Kaiser’s.

Quelle: ullstein bild, Frank Beer/WirtschaftsWoche [M]

DüsseldorfLudwig Erhard war begeistert, als das Bundeskartellamt im Januar 1958 seine Arbeit aufnahm. Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung, das die neue Behörde durchsetzen sollte, nannte der damalige Wirtschaftsminister „das Grundgesetz“ der Marktwirtschaft. Das Kartellamt sollte fortan sicherstellen, dass „wirtschaftliche Macht als ein möglicher Störfaktor des marktwirtschaftlichen Gleichgewichts“ beschränkt wird. Bei aller Bedeutung eines funktionierenden Wettbewerbs – gerade bei der Kontrolle von Firmenzusammenschlüssen hat sich das Amt von Präsident Andreas Mundt mehr und mehr zum Fusionsverhinderer entwickelt.

Zwar untersagte das Amt im vergangenen Jahr nur einen Zusammenschluss, doch viele Unternehmen stoppten selbst frustriert ihre Fusionspläne. Allein 2014 wurden sechs von zehn...

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