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01.08.2016

17:46 Uhr

Kanadischer Arktishafen Churchill

Krise in der Hauptstadt der Eisbären

VonGerd Braune

PremiumDie Öffnung der Nordwestpassage sollte Kanada einen Boom bringen. Doch die überzogenen Erwartungen sind geplatzt – der einzige Arktishafen des Landes muss schließen. Das Arktis-Geschäft wird damit den Russen überlassen.

So still wie im Winter könnte es bald ständig sein, wenn die Schließungspläne für den Hafen nicht revidiert werden. Gerd Braune

Hafen von Churchill im Winter

So still wie im Winter könnte es bald ständig sein, wenn die Schließungspläne für den Hafen nicht revidiert werden.

OttawaIm hohen Norden Kanadas sitzt der Schock tief: Völlig unerwartet wird der Hafen von Churchill an der Hudson Bay, die mit dem Arktischen Ozean verbunden ist, geschlossen. Der in Denver ansässige Eigentümer Omnitrax kündigte das Aus vor wenigen Tagen an und will einen Großteil der Belegschaft entlassen, vermutlich müssen alle 80 Angestellten gehen. Damit verlieren Kanada und Nordamerika den einzigen für Hochseeschiffe zugänglichen Arktishafen mit Verbindung zur Nordwestpassage, während Russland seine Häfen an der Arktisküste entlang der Nordostpassage ausbaut.

Für das Städtchen Churchill mit seinen 800 Bewohnern ist das ein schwerer Schlag. „Es kam aus dem Nichts. Die Gemeinde,...

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