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15.12.2015

10:41 Uhr

Rüdiger Grube – Enttäuschung des Jahres 2015

Ziemlich neben der Spur

PremiumRüdiger Grube führt viele Gründe an, warum die Züge der Deutschen Bahn unpünktlich und unrentabel sind. Nur bei sich selbst hat er noch nicht gesucht. Ein Beitrag von Flixbus-Chef André Schwämmlein.

Mangel an Erfolgsgeschichten. dpa

Bahn-Chef Grube

Mangel an Erfolgsgeschichten.

Rüdiger Grube kann gut mit der Politik. Und er kann Menschen gut Geschichten erzählen. Als bodenständiger Vorstandsvorsitzender besucht er regelmäßig Mitarbeiter, schüttelt dabei unzählige Hände und beantwortet persönlich E-Mails von verärgerten Kunden. Das zumindest vermittelte er auch in diesem Jahr in so manchem Interview.

Selbstlos und inkognito inspiziert Rüdiger Grube sogar höchstpersönlich das Angebot der Fernbus-Konkurrenz. Auch lässt er es sich nicht nehmen, diese Fernbus-Erfahrung „aus erster Hand“ mit der Öffentlichkeit zu teilen. Viele Argumente werden bemüht, um die vermeintlichen Schwachstellen der neuen Reisealternative aufzuzeigen. Eine Inszenierung von Proaktivität, Offenheit und pragmatischer Handlungsfähigkeit, aber nach mehreren Jahren Fernbussen auf deutschen...

Kommentare (1)

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Herr Axel Fachtan

15.12.2015, 14:57 Uhr

Ich sehe Herrn Grube wahrhaftig nicht als Enttäuschung des Jahres 2015.

Es gibt deutlichen Verbesserungsbedarf bei der Bahn. Daran ist kein Zweifel. Im Kernbereich - Berufsverkehr auf der Mittelstrecke - leistet die Bahn aber durchaus brauchbares zu konkurrenzlosen Preisen. Keiner kann mit dem Auto für 120 Euro monatlich mit dem Umland nach z.B. Berlin einpendeln. Das geht nur mit der Bahn.

Enttäuschend ist die Performance im Güterverkehr. Da hat die Bahn den Markt in wesentlichen Teilen verloren.

Im Fernverkehr ist die Bahn lange vor privater Konkurrenz geschützt worden. Dieser Schutz ist dahin. Die Kosten aber bleiben.

Nun beklagt sich im Kern der Autor darüber, dass die Bahn den privaten Busbetreibern Konkurrenz machen will. Das hat Humor. Die Bahn wird nicht mehr vor den privaten Busunternehmen geschützt. Diese fordern nun aber faktisch, vor der Konkurrenz durch die Bahn geschützt zu werden. Als Lobbyarbeit mag das ja durchgehen. Wer aber Marktwirtschaft so versteht, treibt dem Leser ein breites Grinsen ins Gesicht. Müssen wir uns jetzt Sorgen um Flixbus machen, weil Sie der harten Konkurrenz durch die Bahnbusse nicht mehr gewachsen sind, Herr Schwämmlein ?

Dann tatsächlich, werden S I E zur Enttäuschung des Jahres 2015.

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