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23.10.2016

17:21 Uhr

Spitzel-Affäre bei Tengelmann

„Vorgang Sissy“

VonSönke Iwersen, Florian Kolf

PremiumTengelmann ließ jahrelang Mitgesellschafter und Geschäftsführer Georg Haub ausspionieren, und seine Familie gleich dazu. Der Vorgang steht im krassen Kontrast zu den Werten, die die Unternehmensgruppe verkörpern will.

Die Tengelmann-Gruppe äußert sich nicht offiziell zu Firmeninterna. ullstein bild

Gesellschafter Karl-Erivan, Georg und Christian Haub (v.l.):

Die Tengelmann-Gruppe äußert sich nicht offiziell zu Firmeninterna.

DüsseldorfOrganisierte Kriminalität, Russenmafia, Schutzpersonen – die Begriffe im Untersuchungsbericht lesen sich wie aus einem Drehbuch für eine US-amerikanische Krimiserie. Tatsächlich stammen sie aus dem Alltag eines der bekanntesten deutschen Familienunternehmen: Tengelmann. Interne Unterlagen zeigen: Der Mittelständler ließ jahrelang Mitgesellschafter und Geschäftsführer Georg Haub ausspionieren, und seine Familie gleich dazu.

Intern lief die Spitzelaktion als „Vorgang Sissy“, wie aus Briefverkehr zwischen der Tengelmann-Gruppe und der eingeschalten Detektei Adato Consulting aus Hannover hervorgeht. Ein Zwischenbericht zeigt, wie tief die Ermittler in die Intimsphäre von Georg Haub eindrangen. Auf 15 Seiten lassen sich die Autoren über den Tengelmann-Miteigentümer aus, über seine Beziehung...

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