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04.10.2017

18:27 Uhr

Unternehmensbesteuerung

Der nächste Steuersünder

VonTill Hoppe

PremiumDie EU-Kommission verdonnert Amazon zur Steuernachzahlung in Luxemburg – in Höhe von 250 Millionen Euro. Der Grund sind unzulässige Steuernachlässe. Jetzt fordert die Kommission einheitliche Regeln.

Laut der EU-Wettbewerbskommissarin gestaltete Amazon seine Präsenz in Luxemburg so, dass der Konzern drei Viertel seiner Gewinne nicht versteuern musste – und zwar mit Einverständnis der dortigen Steuerbehörde. AP

Steuersünder Amazon

Laut der EU-Wettbewerbskommissarin gestaltete Amazon seine Präsenz in Luxemburg so, dass der Konzern drei Viertel seiner Gewinne nicht versteuern musste – und zwar mit Einverständnis der dortigen Steuerbehörde.

BrüsselMargrethe Vestager hat ein gutes Gespür für öffentlichkeitswirksame Auftritte, und auch diesen dürfte die EU-Wettbewerbskommissarin bewusst gerade jetzt angesetzt haben. Die EU-Staats- und -Regierungschefs haben gerade erst in Estland darüber diskutiert und gestritten, wie Digitalkonzerne angemessen besteuert werden können, da setzt Vestager ihr eigenes Ausrufezeichen: Sie kündigt an, Irland vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu bringen, weil es das Land versäumt habe, vom US-Konzern Apple 13 Milliarden Euro an unzulässigen Beihilfen zurückzufordern. Zugleich verpflichtet sie Luxemburg, vom Onlinehändler Amazon rund 250 Millionen Euro an zu wenig abgeführten Steuern nachzufordern.

„Beide Entscheidungen zeigen, dass die Kommission ihren harten Kurs gegen...

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