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08.01.2017

21:00 Uhr

Angriff auf die Autohersteller

Autobosse fürchten Trump

PremiumDie Attacken des kommenden US-Präsidenten sorgen für Alarmbereitschaft in der Branche. Die deutschen Autobauer stehen unter enormem Druck, halten aber bisher an ihren Mexiko-Plänen fest. Wie lange noch?

Der künftige US-Präsident droht Autokonzernen, die in Mexiko produzieren, mit hohen Strafzöllen. picture alliance / AP Images

Donald Trump

Der künftige US-Präsident droht Autokonzernen, die in Mexiko produzieren, mit hohen Strafzöllen.

DüsseldorfDie Pressestellen der Autokonzerne haben in diesen Tagen vor allem eines im Blick: den Twitter-Account von Donald Trump. Der künftige US-Präsident hat mit seiner öffentlichen Kritik gegen General Motors, Ford und Toyota die Branche aufgeschreckt. „Toyota baut ein neues Werk in Baja, Mexiko, um Corolla-Modelle für die USA zu produzieren. AUF KEINEN FALL! Baut das Werk in den USA oder zahlt eine große Einfuhrsteuer“, forderte der Republikaner am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst. Die Aktie knickte leicht ein. Am Freitag schaltete sich schließlich sogar der japanische Wirtschaftsminister Hiroshige Seko ein, wollte Anerkennung für Toyotas Investitionen in...

Kommentare (2)

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Herr Rainer Hake

09.01.2017, 09:06 Uhr

Wenn man erwartet, dass die Amerikaner Rücksicht walten lassen irrt sich. Amerikaner werden trainiert, um zu gewinnen, wie auch immer. Schläge unter die Gürtellinie sind so lange erlaubt bis sie wirksam abgestraft werden. Fairness gibt es nur in Hollywood-Filmen. Vertragsbruch ist in den Augen gewisser Kreise auch ein legitimes Mittel, Geschäftsinteressen durchzusetzen. Man kann ja klagen. Ein Klage vor einem US Gericht gegen US Interessen wird kaum erfolgreich sein. Es gehört zur Ausbildung in MBA Kursen die rechtlichen Klagen gegen Wettbewerber in das Geschäftsmodell mit einzuplanen. In wirtschaftlichen Dingen messen die amerikanischen Behörden immer schon mit zweierlei Maß. Das Beispiel Deutsche Bank und auch AUDI bzw. VW zeigt das Ausländer härter bestraft werden als US Unternehmen in gleichen Situationen. Wenn es wirklich so kommt dass Trump plötzlich Zölle innerhalb des NAFTA Raumes erhebt um US Interessen zu schützen wird jede Vereinbarung mit den USA unglaubwürdig!

Herr Wolf-Dieter Siebert

09.01.2017, 09:36 Uhr

Na, Freihandel, insbesondere zwischen vergleichbaren Volkswirtschaften, ist natürlich eine allseits förderliche Angelegenheit. Autos vor der Haustür der USA in einem Billiglohnland zu produzieren um sie dann in den USA auszuliefern während in der heimischen Autoindustrie in Michigan die Lichter ausgehen hat halt gar nichts mit Freihandel zu tun sondern ist Missbrauch der Weltwirtschaft zu und muss natürlich irgendwann gegen die Wand fahren. Blöd, dass man es Leuten wie Trumpp überlässt hier die Koordinaten wieder auszurichten. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang...

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