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28.08.2015

07:04 Uhr

Gene und Ethik

Für die Diagnostik gelten strenge Regeln

VonSiegfried Hofmann

PremiumGenomforschung und Gendiagnostik bieten großes Potenzial für bessere Therapien. In ethischer Hinsicht stellen sie Mediziner und Patienten aber vor besondere Herausforderungen.

Eine Laborantin untersucht DNA Proben. Das Gendiagnostik-Gesetz sieht besonders hohe Schutzstandards vor. ap

Gendiagnostik

Eine Laborantin untersucht DNA Proben. Das Gendiagnostik-Gesetz sieht besonders hohe Schutzstandards vor.

Denn anders als herkömmliche Untersuchungen liefern sie Daten, die für die Betroffenen lebenslang gültig und identitätsrelevant sind. Die Gendiagnostik erlaubt unter Umständen prognostische Aussagen zu Gesundheitsrisiken, darunter auch solche, gegen die keine therapeutischen Handlungsmöglichkeiten bestehen, und kann zudem auch Informationen über Dritte, zum Beispiel Eltern oder Kinder, liefern.

Angesichts dieser Erkenntnismöglichkeiten hielt der Gesetzgeber einen besonderen Schutzstandard für erforderlich und hat diesen in dem seit 2010 gültigen Gendiagnostik-Gesetz festgeschrieben. Die Gendiagnostik ist damit in Deutschland strenger reguliert als in vielen anderen Ländern. Unter anderem legt das Gesetz fest, dass Gendiagnostik-Maßnahmen nur mit Einwilligung des Betroffenen erfolgen dürfen, von geschulten Ärzten...

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