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02.07.2017

18:04 Uhr

Hiesinger plant Umbau

Thyssen-Krupp steht vor Abschied vom Stahl

VonMartin Murphy, Martin Wocher

PremiumHeinrich Hiesinger steht vor seiner wohl schwersten Entscheidung bei Thyssen-Krupp: Noch im Sommer will er die Trennung vom Stahlgeschäft beschließen. Eine zuletzt nicht mehr sonderlich ruhmreiche Ära ginge so zu Ende.

Die Entscheidung über die Zukunft der Stahlsparte soll bis September fallen. Bloomberg

Thyssen-Krupp

Die Entscheidung über die Zukunft der Stahlsparte soll bis September fallen.

Duisburg, EssenDer Ruhrkonzern muss sparen. Da will Heinrich Hiesinger, Vorstandschef von Thyssen-Krupp, Vorbild sein. Anders als seine Vorgänger verzichtet er bei seinen zahlreichen Reisen rund um den Globus auf den Komfort der ersten Klasse, begnügt sich mit einem Sitz in der Businessclass. Ende vergangener Woche ging es nach Toronto. Diskussionen mit dem US-Management über die Strategie des Konzerns standen auf dem Programm.

Als Nächstes reist er zu einem weiteren Routinebesuch: Regionalkonferenz in Bangkok. Dann aber fliegt Hiesinger im Juli zu einem Termin, der weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient: Der Chef des Essener Konzerns trifft sich in Indien mit Natarajan Chandrasekaran,...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

03.07.2017, 14:08 Uhr

Wie sich die Zeiten doch sehr rasch ändern: Erst baut man in den USA und in Brasilien mit hohem Milliardenaufwand neue Stahlwerke. Wenig später entdeckt man dann, dass das Stahlgeschäft unprofitabel ist und die ganze Firma in den Abgrund reissen kann. Deutschland, deine Manager.

Die Argumente, die die Herren zur geplanten Fusion mit Tata vortragen, sind dürftig. Angeblich kann die fusionierte Firma jährlich 500 Mill. Euro einsparen. Vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten und sinkender Stahlpreise sind diese angeblichen Einsparungen peanuts. Aber vielleicht geht es einfach darum, die Verantwortung für den Personalabbau Tata zuzuschieben.

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