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14.01.2016

14:48 Uhr

Italienisches Stahlwerk Ilva

Dreckschleuder zu verkaufen

VonRegina Krieger, Martin Wocher

PremiumItaliens Regierung will das marode Stahlwerk Ilva fast um jeden Preis retten. Die Konkurrenz in Europa sieht darin einen Wettbewerbsverstoß – und fürchtet ums eigene Geschäft. Denn Roms Pläne kommen zur Unzeit.

400 Tote durch giftigen Rauch. Imago

Stahlwerk Ilva in Tarent

400 Tote durch giftigen Rauch.

Rom/DüsseldorfEuropas Stahlhütten haben schwer zu kämpfen: Seit Jahren schon hangeln sie sich durch den Krisenmodus, versuchen sie mit immer neuen Sparprogrammen die Preiserosion einzudämmen, die von der eigenen Überproduktion und einer Flut chinesischer Billigimporte in Gang gehalten wird. Nicht umsonst spricht der deutsche Branchenverband von einem „schicksalhaften Jahr“ 2016.

Doch während alles gebannt nach China blickt und die EU im Wochentakt neue Antidumpingmaßnahmen auf den Weg bringt, um die Einfuhren wenigsten einzudämmen, wächst ausgerechnet an Europas Peripherie die nächste Bedrohung: Italien will das Stahlwerk Ilva im strukturschwachen Süden des Landes fast um jeden Preis verkaufen – eine der größten...

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