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17.04.2015

07:00 Uhr

Kommentar zur VW-Führungskrise

Foulspiel in Wolfsburg

VonTanja Kewes

PremiumDie VW-Krise zeigt: Wir sollten mehr mit- statt übereinander reden. Leider ist schlechte Führung Alltag in der deutschen Wirtschaft. So gibt es immer noch Chefs, die glauben, sie könnten ihren Laden alleine führen.

Der Streit zwischen Martin Winterkorn (l.), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech erhält alle Dramatik, die es für ein episches Theater braucht. dpa

Theaterstoff

Der Streit zwischen Martin Winterkorn (l.), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech erhält alle Dramatik, die es für ein episches Theater braucht.

DüsseldorfAn diesem Schauspiel, das uns dieser Tage das Führungspersonal des Volkswagenkonzerns in Wolfsburg bietet, hätten der Schriftsteller Bertolt Brecht und der Regisseur Erwin Piscator ihre Freude gehabt. Dieses Schauspiel hat nicht nur alles an Dramatik und erzählenden wie retardierenden Elementen, die es braucht für das von den beiden in den 1920er-Jahren entwickelte epische Theater. Es bietet auch Anlass zur Reflexion und Kritik. Vor allem zur Kritik an einem beispielhaft schlechten Führungsstil.

Kurz zur Sache: Ferdinand Piëch, seines Zeichens Aufsichtsratschef und Anteilseigner von Volkswagen, hat sich als Autokrat inszeniert, der er erstens qua Besitzverhältnis nicht ist, und zweitens –...

Kommentare (1)

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Herr Matthias Moser

17.04.2015, 09:11 Uhr

Ja, absolut der gleichen Meinung. Egal ob in der Familie, im Kleinbetrieb oder Konzern. Was Piech gemacht hat, ist nicht akzeptabel. Er gehört aussortiert. Wenn er ein Problem mit Hr Winterkorn hat, muß er das intern und in den zuständigen Gremien diskutieren. Insbesondere intern. So etwas kommuniziert man nicht über die Zeitung. Ganz ganz schlechtes Beispiel.

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