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15.09.2016

16:54 Uhr

Monsanto-Übernahme

Bayer-Chef Baumann beweist Mut und Weitsicht

VonGrischa Brower-Rabinowitsch

PremiumZu teuer, zu riskant, zu schlechtes Image: Nach der Einigung um Monsanto hagelt es viel Kritik für Werner Baumann. Dabei ist dem Bayer-Chef ein absoluter Coup gelungen. Zeit, ihm Respekt zu zollen. Eine Analyse.

Ob die Wette des Bayer-Chefs aufgeht, wird er vermutlich selbst noch als CEO erleben. dpa

Werner Baumann

Ob die Wette des Bayer-Chefs aufgeht, wird er vermutlich selbst noch als CEO erleben.

Es ist an der Zeit, Werner Baumann Respekt zu zollen. Der Mann, der erst wenige Monate Chef eines Dax-Konzerns ist, hat die größte Übernahme eines deutschen Unternehmens eingefädelt, die es in der Wirtschaftshistorie gab. Und während allenthalben an dem Kauf von Monsanto rumgekrittelt wird – zu teuer, zu riskant, zu hohe Schulden, zu schlechtes Image –, wird verkannt, welch bedeutende Leistung der Bayer-Chef abgeliefert hat.

An drei Punkten lässt sich das exemplarisch zeigen: dem Mut, der strategischen Weitsicht und dem Verhandlungsgeschick von Baumann. In Deutschland haben sehr große Übernahmen und Fusionen seit der gescheiterten „Hochzeit im Himmel” von Daimler

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