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08.03.2017

14:52 Uhr

Opel-Verkauf von General Motors

Zu kurz gesprungen

VonThomas Jahn

PremiumDer Opel-Verkauf ist eine Kapitulation von General Motors vor den Marktkräften in Europa, wenn auch nachvollziehbar nach den Milliardenverlusten. Langfristig könnte sich die Trennung jedoch rächen. Eine Analyse.

Nirgendwo in der Welt herrscht solch ein scharfer Wettbewerb wie in Europa. AFP; Files; Francois Guillot

Opel-Autos vor dem Abtransport

Nirgendwo in der Welt herrscht solch ein scharfer Wettbewerb wie in Europa.

New YorkDer Verkauf von Opel an PSA ist mehr als verständlich. Niemand kann es General Motors verdenken, sich nach jahrzehntelangen Verlusten in Milliardenhöhe von seiner europäischen Tochter zu trennen. Zumal in dem größten US-Autokonzern heute ein Renditedenken vorherrscht, das es früher nicht gegeben hat. Allerdings ist der Komplettausstieg aus Europa von General Motors ein riskantes Unterfangen. Die Bilanzzahlen von Opel spiegeln nicht die Entwicklungskompetenz von Rüsselsheim in Sachen kleinere und mittlere Fahrzeuge wider. Ohne die Hilfe von Opel hätte die GM-Marke Buick nicht solche Erfolge feiern können. Der Astra, Insignia und Mokka verkaufen sich in den USA oder China...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

08.03.2017, 16:17 Uhr

Sehr geehrter Herr Jahn,

in meinen Augen fehlt in Ihren richtigen Ausführungen ein wichtiger Punkt. In Europa hat Opel versucht, seine Fahrzeuge über billige Preise zu verkaufen. In diesem Billig-Preis-Segment tummeln sich aber insbesondere viele Fahrzeuge aus Fernost, es herrscht ein gnadenloser Preis-Wettbewerb. Mit europäischen Kostenstrukturen in diesem Umfeld Geld zu verdienen, ist alles andere als einfach.

Mit anderen Worten: Opel fehlte eine erfolgreiche Markenstrategie. Sie hätte aufzeigen müssen, "ich fahre Opel, weil..."

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