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15.02.2017

18:13 Uhr

Siemens in Mexiko

Der mutige Herr Kaeser

VonDieter Fockenbrock

PremiumDer Siemenschef ist nach Mexiko gereist, um dort einen neuen Vertrag zu unterschreiben. Damit bereitet er mögliche Milliardenaufträge vor – und positioniert sich deutlich gegen die Trump-Regierung. Ein Kommentar.

Der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo (r) und Siemens-Chef Joe Kaeser (l) zeigen ein unterzeichnetes Memorandum of Understanding. dpa

Ildefonso Guajardo und Joe Kaeser

Der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo (r) und Siemens-Chef Joe Kaeser (l) zeigen ein unterzeichnetes Memorandum of Understanding.

Der Kunde ist wichtig, die Botschaft ist fast noch wichtiger. Siemenschef Joe Kaeser ist höchstpersönlich nach Mexiko gereist, um dort ein Abkommen mit der Regierung zu unterzeichnen. Daraus könnten dereinst Milliardenaufträge entstehen. Schon deshalb ist die lange Reise sinnvoll. Doch treibt den Konzernlenker aus Deutschland diesmal mehr um als das schnöde Business. Kaeser will mit seiner Reise auch ein politisches Statement setzen.

Das Land sei nicht allein, sagte Kaeser bei der Vertragsunterzeichnung: „In herausfordernden Zeiten ist es immer gut, Freunde zu haben, die an deiner Seite stehen, wenn es darauf ankommt.“ Das hätte er nicht sagen müssen. Es hätte gereicht,...

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