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20.04.2016

14:46 Uhr

Lehren aus dem Yahoo-Niedergang

„Too big to fail“ gibt es nicht

VonBritta Weddeling

PremiumDer Internetpionier Yahoo wird abgewickelt – eine Niederlage auf ganzer Linie für Chefin Mayer. Der Niedergang des Konzerns ist ein Lehrstück über falsches Management – und eine Mahnung für die ganze Branche. Eine Analyse.

Mitarbeiter beklagten ihre Ungeduld, ihre Unfreundlichkeit und die Vorliebe für Mikromanagement. Reuters

Yahoo-Chefin Marissa Mayer

Mitarbeiter beklagten ihre Ungeduld, ihre Unfreundlichkeit und die Vorliebe für Mikromanagement.

San FranciscoIn die Geschichte des Silicon Valleys wird Marissa Mayer als Chefin eingehen, die das Wort „disruptiv“ neu erfunden hat. Eigentlich bezeichnet die Branche mit dem Ausdruck eine Firma, die den Markt neu aufrollt und die alte Industrie hinwegfegt. Yahoo steht nun geradezu für das Gegenteil von Innovation. Disruptiv ist an der Firma nur die nun bevorstehende Zerschlagung.

Yahoo steht zum Verkauf, ein Internetpionier wird abgewickelt. Für Chefin Mayer ist das eine Niederlage auf ganzer Linie. Noch bei ihrem Dienstantritt 2012 als Heilsbringerin gefeiert, gelang es der Ex-Google-Managerin nicht, den scheintoten Konzern wiederzubeleben. Die 40-Jährige wird zur Totengräberin einer...

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