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16.05.2015

11:07 Uhr

Konzernchefs

Die Stunde der Strategen

VonGrischa Brower-Rabinowitsch

PremiumDie Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft und stellt Unternehmen vor ungeahnte Herausforderungen. Das ist die Zeit wahrer Veränderer. Sie können Top-Manager sein und grandios siegen – oder scheitern.

Wer die Veränderung nicht führen kann, wird scheitern. dpa

Taktieren beim Schachspiel

Wer die Veränderung nicht führen kann, wird scheitern.

DüsseldorfSeit jeher prägen zwei Typen die Geschichte des Unternehmertums: Die Bewahrer lassen sich von der meist trügerischen Hoffnung leiten, alles bleibe, wie es ist. Die Veränderer allerdings wissen: Veränderung ist die wirkungsmächtigste Konstante der Wirtschaftsgeschichte.

Die Veränderer sind die wahren Unternehmer. Es sind Unternehmerlegenden wie die Amerikaner Henry Ford und Bill Gates oder die Deutschen Ferdinand Porsche und Berthold Beitz.

Sie alle beherrschten die Königsdisziplin erfolgreicher Unternehmensführung: das Geschäftsmodell permanent kritisch zu überprüfen, notwendige Änderungen rechtzeitig zu erkennen – und sie konsequent in die Praxis umzusetzen.

Die größten und erfolgreichsten Strategen sind keine Verwalter des Erfolgs. Es sind die...

Kommentare (2)

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Herr D. Würfel

15.05.2015, 11:35 Uhr

Das Problem, dass in vielen Unternehmen (ob gross oder klein) Entscheidungen des Managements von den Mitarbeitern nicht mtgetragen werden, basiert sicherlich zum Einen darauf, dass diese Entscheidungen/der Wandel nicht optimal kommuniziert bzw. "verkauft" wird. Hinzu kommt, dass diese Entscheidungen oftmals in einsamer Runde dort getroffen werden, wo die Luft zum Atmen kaum ausreicht. Genau das ist der Fehler: Die Chance, dass Entscheidungen von allen Betroffenen mitgetragen und verstanden werden, besteht nur dann, wenn diese Betroffenen mit in den Entscheidungsprozess eingebunden werden und zwar von Anfang an. Dies ist ein Manko, welches in vielen Unternehmen vorzufinden ist: Entscheidungen werden von einer Führungsspitze im stillen Kämmerlein getroffen und werden dann knallhart durchgeboxt, ohne Rücksicht auf Verluste. Besonders das Allheilmittel der Entlassungen wird auf diese Weise immer auf Widerstand stoßen - ohne vorherige Einbindung der Betroffenen umso mehr. Auch zeugt dieses "Werkzeug" der kurzfristigen Kosteneinsparung davon, welch Geistes Kind der Vater einer solchen Entscheidung ist: Es fehlt ihm an Visionen, an Kreativität, an Einfallsreichtum. Wer glaubt, er könne Probleme im Unternehmen nur dadurch beheben, dass er Stellen streicht (weil sich hier ja eine Ersparnis wunderbar schwarz auf weiss errechnen lässt), der hat es nicht verdient, einen Posten mit einer derart hohen Verantwortung zu belegen. Solche Leute führen ihre Unternehmen nicht aus der Krise - langfristig - sondern tragen dazu bei, dass ihr Unternehmen eines Tages die Türen komplett von Aussen verschließen muss.

Herr D. Würfel

15.05.2015, 11:37 Uhr

All diesen "hochverdienten" Managern sei einmal die Handlungsweise und das Gedankengut eines Herrn Wolfgang Grupp ans Herz gelegt. Sicher, er ist kein begnadeter Rhetoriker, er hat nicht in Harvard oder einer ähnlich elitären Institution studiert; aber er führt sein kleines (im Vergleich zu den hier genannten Konzernen) Unternehmen seit Jahrzehnten erfolgreich, produziert in Deutschland, musste noch nie Mitarbeiter entlassen, ist nicht auf Bankkredite angewiesen, löst Probleme bei ihrer Entstehung und wartet nicht, bis sich sich zu einer Dimension entwickelt haben, bei der sie nahezu unlösbar werden.....
Dieses Land braucht mehr von diesen Wolfgang Grupps und nicht noch mehr von denen, die selbst für ihre Misserfolge noch einen vergoldeten Handschlag erhalten!

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