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18.03.2017

08:38 Uhr

Furnierhersteller Fritz Kohl

Aus hartem Holz geschnitzt

VonAlexander Demling

PremiumFritz Kohl leitet eines der letzten Furnierwerke Deutschlands. Der Franke beklagt die „Ikeaisierung“ der Wohnzimmer, widersteht aber dank illustrer Auftraggeber den Niedergang seiner Industrie – von Abramowitsch bis Apple.

80 Prozent des Geschäfts macht er im Ausland. Alexander Demling für Handelsblatt

Fritz Kohl

80 Prozent des Geschäfts macht er im Ausland.

KarlstadtIm Showroom ist endlich Ruhe. Hier donnert keine Entrindungsmaschine, brummt kein Gabelstapler mehr. Unter gläsernen Deckenlampen, die den Raum in ein warmes Licht tauchen, liegen Fritz Kohls edelste Furniere. Vorsichtig tastet der Unternehmer über ein dunkelbraunes Holzblatt mit einem Muster, das aussieht wie Dutzende Augen. Sieben Pakete der Nussbaum-Maser lagert er hier, 480 Quadratmeter. „100 000 Euro will ich dafür“, sagt Kohl, „auch wenn es noch in fünf Jahren hier steht. Ich bin sicher, dass ich so viel dafür kriege.“

So bodenständig der 62-Jährige mit ergrautem Haarkranz, grauem Wollpullover und brauner Cordhose auch aussieht – Fritz Kohl ist ein Mann...

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