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11.02.2016

11:14 Uhr

Siemens-Chef Joe Kaeser

Der Konzern bin ich

VonHans-Jürgen Jakobs, Axel Höpner, Martin Murphy

PremiumAbsolutismus bei Siemens: Vorstandschef Joe Kaeser hat viel auf sich zugeschnitten. Sogar den Pressesprecher macht er notfalls selbst. Die straffe Führung soll Wachstum sichern – und die eigene Karriere. Investoren sehen das mit Argwohn.

Ein „Mister Siemens“ wie einst Heinrich von Pierer? Reuters

Joe Kaeser

Ein „Mister Siemens“ wie einst Heinrich von Pierer?

München/Frankfurt Es soll sein Jahr werden. 2016, Beginn der Jubelzeit bei Siemens, der deutschen Industrielegende, die an Wachstumsschwäche leidet und die der Vorstandschef endlich wieder auf alte Höhen führen will. So ist es vorgesehen, so sieht das Drehbuch aus.

Zweieinhalb Jahre nach seinem Marsch an die Spitze plant Joe Kaeser, 58, ein Feuerwerk der guten Taten, das letzte Zweifler von ihm überzeugen soll. Jüngste Aktion: Der Manager unterzeichnete am Mittwoch ein Abkommen mit den Spitzenkräften der französischen Staatsbahn SNCF über die Automatisierung einer Regionalzuglinie in Paris. Wert des Auftrags: rund 180 Millionen Euro.

Der ehrgeizige wie trickreiche Kaeser will in den kommenden...

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