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17.04.2017

09:10 Uhr

Wie Firmen von Autisten profitieren

Ziemlich direkte Kollegen

VonAnna Gauto

PremiumSie gelten als Sonderlinge, die meisten sind arbeitslos. Dabei verfügen gerade Asperger-Autisten über Fähigkeiten, die Firmen in Zeiten von Big Data gut gebrauchen können. Ein Tag mit Volker Poddey, der bei Henkel Lücken in der Lizenzverwaltung findet.

Sein Autismus lässt den Fachinformatiker Muster erkennen, die anderen verborgen bleiben. Uta Wagner für Handelsblatt

Volker Poddey

Sein Autismus lässt den Fachinformatiker Muster erkennen, die anderen verborgen bleiben.

DüsseldorfNachts um eins hat Volker Poddey Gewissheit. Der IT-Berater sitzt in seinem Bett in Essen, neben ihm schläft seine Freundin Melanie Siehl. Sie ist Ärztin. Die halbe Nacht hat er Autismus-Seiten im Netz durchforstet. Siehl vermutet, seine zu dem Zeitpunkt zehnjährige Tochter könnte betroffen sein. Das Mädchen aus Poddeys erster Ehe benahm sich seltsam. Mal spuckte sie Siehl (Name von der Redaktion geändert) Traubenkerne ins Gesicht, mal schrie sie ohne erkennbaren Anlass.

Poddey, ein zierlicher Mann mit dunklen Augenringen, klappt das Notebook auf seinem Schoß zu und weckt seine Lebensgefährtin. „Ja“, sagt er, „die Beschreibung passt. Meine Tochter ist...

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