Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.06.2000

21:05 Uhr

Nach Abstimmungsschlappe

Barak kündigt kündigt Kabinettsumbildung an

afp JERUSALEM. Nach seiner Abstimmungsniederlage im Parlament hat der israelische Ministerpräsident Ehud Barak am Mittwochabend vorgezogene Neuwahlen ausgeschlossen. In einem Interview mit dem israelischen Fernsehen sagte Barak, die Minister, die in der Knesset gegen die Regierung gestimmt hätten, hätten sich selbst gekündigt.

In den kommenden Tagen will Barak das Kabinett umzubilden. Bereits vor der ersten Lesung über eine Auflösung des Parlaments hatte Barak angedroht, alle mit der Opposition stimmenden Minister zu entlassen.

Barak sagte sichtlich verärgert, er sei direkt vom Volk beauftragt. Was in der Knesset geschehen sei, werde ihn nicht davon abhalten, mit den Palästinensern und, wenn möglich, auch mit Syrien Friedensverträge zu schließen. Über diese Abkommen solle dann das israelischen Volk, das als Souverän über der Knesset stehe, in einem Refendum abstimmen.



Albright: Kein Nahost-Dreiergipfel in Sicht

Auf ihrem Rückflug aus Nahost nach Washington sagte US-Außenministerin Madeleine Albright, Barak und der palästinensische Präsident Jassir Arafat wüssten, dass Eile geboten sei, wenn sie bis zum 13. September eine endgültige Friedensregelung erreichen wollten. Dennoch schloss sie einen baldigen Dreiergipfel zwischen Barak, Arafat und US-Präsident Bill Clinton nach dem Vorbild des Treffens in Camp David aus. In der kommenden Woche wollen israelische und palästinensische Unterhändler bei Washington ihre Verhandlungen über ein Rahmenabkommen für die von den Palästinensern beanspruchten Gebiete fortsetzen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×