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26.07.2000

09:41 Uhr

Nach Bericht der "Telebörse" über Verschiebung des Termins

Regulierer sieht Termin für UMTS-Versteigerung nicht in Gefahr

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt" sei nicht abzusehen, dass der Start der Auktion am kommenden Montag verschoben werden müsse, sagte ein Sprecher der Behörde.

Bonn/Frankfurt, 26. Juli (AFP) - Die Übernahme des US-Mobilfunkanbieters VoiceStream durch die Deutsche Telekom bringt den Termin für die Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen nach Einschätzung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post nicht in Gefahr. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt" sei nicht abzusehen, dass der Start der Auktion am kommenden Montag verschoben werden müsse, sagte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch. Das Anlegermagazin "Telebörse" hatte zuvor berichtet, der Kauf des US-Anbieters durch den deutschen Ex-Monopolisten könne die Auktion gefährden, weil der bisherige VoiceStream-Anteilseigner Hutchison durch die Übernahme mit 4,9 Prozent an der Telekom beteiligt werde. Diese Anteilsverflechtung widerspreche den Regeln der deutschen Versteigerung.

Die Hongkonger Gruppe Hutchison Whampoa hat sich sich für die Auktion mit dem deutschen Mobilfunkanbieter e-plus verbündet. Die Telekom tritt wiederum als eigenständiger Bieter auf. Nach den Vorgaben der Regulierungsbehörde dürfen die Teilnehmer der Auktion nicht eigentumsmäßig verbunden sein. Hutchison hatte laut "Telebörse" zugesichert, die Telekom-Aktien nach dem VoiceStream-Kauf mindestens drei bis sechs Monate zu halten, um den Kurs des Wertpapiers nicht zu gefährden. Damit wäre ein Verkauf ausgeschlossen, um die Auktion nicht zu beeinflussen.

Wie die Regulierungsbehörde am Mittwoch bestätigte, gab es bereits erste Kontakte mit dem betroffenen Unternehmen, um das Problem zu lösen. Bei der Suche nach einem Ausweg würden nun "die gleichen Maßstäbe angelegt wie bei ähnlich gelagerten Fällen", sagte der Sprecher. Angaben darüber, ob sich die Zahl der Bieter in diesem Fall weiter von derzeit sieben auf sechs verringern könnte, wollte die Behörde zunächst nicht machen.

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